Dringlicher Antrag betreffend Hochschulen für Studierendenansturm rüsten
Aus dem Dringlichen Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN "betreffend landespolitische Verantwortung wahrnehmen, Hochschulen für Studierendenansturm rüsten" aus dem Arbeitsbereich von Angela Dorn:
D e r L a n d t a g w o l l e b e s c h l i e ß e n :
1. Der Landtag stellt fest, dass die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger aufgrund der doppelten Abiturjahrgänge durch die Verkürzung der Gymnasialzeit von G9 auf G8, die Aussetzung des Wehr- und Zivildienstes sowie der gestiegenen Studierneigung weiter ansteigen wird. Die Zahl der Studierenden in Hessen hatte mit bereits 196.545 im Wintersemester 2010/2011 einen neuen Höchststand erreicht - das sind über 45.000 Studierende mehr als vor zehn Jahren.
2. Der Landtag kritisiert, dass die Hochschulen auf diesen Ansturm der Studierenden nur unzureichend vorbereitet sind und aufgrund der seit Jahren zu niedrigen und mit dem Hochschulpakt 2011 bis 2015 sogar gekürzten Grundfinanzierung vor großen Herausforderungen stehen, die Qualität des Studiums und der wissenschaftlichen Arbeit auf hohem Standard zu halten.
3. Der Landtag stellt fest, dass sich die Wohnraumsituation für Studierende aufgrund der stark steigenden Studierendenzahlen weiter dramatisch verschärft und die Studentenwerke hierauf nur unzureichend reagieren können.
4. Der Landtag betont, dass die Finanzierung von Bildungsaufgaben eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben ist und es für diese gesamtstaatliche Aufgabe Anstrengungen braucht, um allen Menschen in Deutschland den Zugang zu guter Bildung zu gewähren. Hierfür bedarf es einer gemeinsamen Abstimmung zwischen Bund und Ländern im Bildungsbereich, denn Bildung entscheidet über den sozialen Aufstieg des Einzelnen und die ökonomische Zukunftsfähigkeit der gesamten Gesellschaft.
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Der Dringliche Antrag ist als Drucksache 18/4468 am 13. September 2011 beim Hessischen Landtag eingegangen und zur Behandlung im Plenum vorgesehen.







